Ich harte Sau, ich :) ! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Barbara   
Dienstag, 21. Juli 2009 um 10:43 Uhr

Na gut, um mal endlich was über mein Rennen in Zürich zu schreiben….ich muss schon zugeben, dass ich mich nach dieser Tortur ganz bescheiden als harte Sau bezeichnen möchte….jedenfalls waren das die Worte, die ich mir immer vorgesagt habe, als ich auf den letzten Kilometern der Marathontragödie war und es mehr oder minder klar war, dass ich es schaffen werde, das Ziel unter den Top Ten der PRO-Frauen zu sehen.


Die Tage vor dem Rennen waren etwas stressig durch die wirklich lange Anfahrt, Streckenbesichtigungsaction und nix auskennen in Zürich.

Entgegen meiner Erwartungen, hab ich die Radstrecke von Anfang an ziemlich lässig gefunden…einzig der Heartbreak Hill am Ende jeder Radrunde, hätte doch mit einer Steigung von 5% eher mein Herz berührt als so. Was allerdings mein Herz sehr wohl berührt hat, war der Umstand, dass die Stimmung in der ersten Radrunde einfach umwerfend war auf dem Hügel. Ich konnte da nur mehr mit Kopfschütteln durch die Menschmassen fahren, einfach weil ich es nicht mehr glauben konnte, was da abgeht vor lauter Stimmung…es war einzigartig!

 


Trotz einer wohlüberlegten Ernährungsstrategie is mir einmal mehr wieder volle Mietzi schlecht geworden beim Radeln. So immer kurz vor der Kotzgrenze, wie man so schön sagt. Die Bandscheiben haben dann bei Kilometer 140 zu zwicken begonnen…auch eher unschön das ganze! Glücklicher Weise hat mir mein lieber Bekannter und Masseur Toni vorher Kinesiotapes auf den Rücken und die Hüfte geklebt…andernfalls hätt es wahrscheinlich schon vorher ganz schön geziept.

Etwas geschlaucht und von den vor mir in Windeseile losgaloppierenden Girls, demoralisiert, bin ich auf den Marathon gegangen. Zu diesem Zeitpunkt hab ich keinen Gedanken daran verschwendet, an diesem Tag erst nach 42,195 Laufkilometern ins Ziel zu kommen, sondern am besten gleich bei Kilometer 5 den Ironman mit einem Bad im Zürichsee zu beenden.

Irgendwas hat mich dann doch dazu bewegt, meinen Allerwertesten weiterzubewegen.

Na, und zu meiner Erleichterung sind die Rennpferde vor mir bei KM 25 auch noch eingegangen, sodass ich noch zwei PRO-Mädels überholen konnte....ja, man stelle sichs vor…ich als bekennender Nichtläufer!

 
09h59min - Punktladung

Das enttäuschenste an diesem Tag war wohl, dass sich IM-Zürich-Löwe Maxx vom Zielkanal verpisst hatte, weil ich schon prophezeit hatte, ihn beim Zieleinlauf in den Schwitzkasten zu nehmen. Stattdessen hab ich mir den Don geschnappt und ihn in die Mangel genommen ^^

Im Gesamtranking bei den PRO-Mädels bin ich auf Platz 9 gelandet und hab somit mein erstes Ironman-Preisgeld, dessen Summe, im Gegensatz zu anderen Sportarten, eine absolute Lächerlichkeit darstellt, verdient. Meine Leistung des Tages war sicher, dass ich die erste von zwei Radrunden sage und schreibe 4 Minuten schneller war, als die Siegerin Sibylle Matter…..Ridley Dean(a) sei Dank!
 
Special Thanks to: Very special Support Don Tango, Trainerbruder Bernd, meinem Laufburschen Kurti, Herbergsgeber und Verkleber Astrid und Toni, my greatest physiotherapist ever: Charly, HN-Radcenter Gerd Hirschenberger+Team, meinen Schatzis Karin+Kathi, Herbergsgeberin und jetzt beste Freundin Paris :) , Feuer-unterm-Arsch-Macher MikeMike Hamel, Martin Koller und sein Ironman-Switzerland-Team….und natürlich alle anderen, die mitgefiebert haben!!!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 22. Juli 2009 um 08:00 Uhr
 

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