...und zum Drüberstreuen: noch schnell ein kleiner UCI Weltcup PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Barbara   
Freitag, 14. Mai 2010 um 10:44 Uhr

140km im strömenden Regen und bei eisiger Kälte...na mehr brauchst net,

waren eigentlich meine einzigen Gedanken, als ich vergangenen Sonntag vor Kälte bibbernd am Start gestanden bin.

Beim Weltcup, der auf die Tour of Chongming Island nach einem Ruhetag folgte, waren die gleichen Verdächtigen am Start wie bei der Rundfahrt. Cervelo, High Road, Fassa Bortolo und Konsorten.

Erstmals in meiner sehr kurzen und bescheidenen Radsportkarriere...wenn man davon schon sprechen kann...hab ich mir auf den ersten 30 Kilometern gewunschen, dass wir doch bitte einmal schneller fahren würden, um von meinen Gedanken abzulenken, dass mir eigentlich außer saukalt, saukalt ist.

Spätestens als die vielen kleinen Steine, die mir von der Straße in den Mund flogen, zwischen meinen Zähnen knirrschten, wollte ich mich am liebsten ins Teamfahrzeug vertschüssen. Echt grindig, wenn man nur mehr chinesischen Straßendreck frisst.

Aber nix da! Der Teamchef iund Nationaltrainer Klaus hätt mich wohl zum Teufel gejagd...und das zu recht.

Erstmals waren zwei Bergwertungen über eine verdammt lange und verdammt windanfällige Brücke dabei. Dort wars so glatt, dass es die Fahrerinnen rund um mich nach der Reihe aufzupfte.

Spätestens als die nette Kasachin neben mir immer wieder in der Windkante versuchte mich ins Brückengeländer reinzudrängen, mußte ich ihr mit meinem Ellbogen zeigen, dass es so bei mir nicht läuft. Als sie sich dann auch noch aufregen wollte und ich ihr mit dunkler Miene sagte „Kazachsthan must die“hatte sie es wohl verstanden und ließ mich endlich in Frieden.

Die Bergwertung lief ansonsten besser und einfacher als erwartet...im Gegensatz zum Weltcup in Cittiglio als mir fast alle auf und davon sind...langsam kapier ichs ja :-).

Kurz nach der Feeding Zone, von der bei diesem Wetter eh niemand was angenommen hat, hatte ich zu allem Glück an diesem Tag auch hinten noch einen Patschen. Na gut...rechtes Ärmchen in die Höh, ausm Feld fallen lassen und warten....und warten....und warten bis das Teamfahrzeug da war. Da gerade offizielle Teamfahrzeugsklopause war....ich hab ja wiedermal den besten Zeitpunkt erwischt...hats ein bissl länger gedauert..aber was solls.

Zackzack...Hinterrad gewechselt und wieder ins Feld zurückgepresst...mit bescheidenen 49km/h. Klingt alles sehr schnell, war es aber nicht, denn bis ich mich wieder zu den anderen vorgekämpft hatte, dauerte es shcon eine ganze Weile. Defekte zu haben ist also auch im Radsport nicht wirklich lustig.

Nun gut....irgendwann war die Tortour auch vorbei...die letzten 500m bis zum Ziel kamen...und ich habs in meinem grenzenlosen Flegmatismus wiedermal verschlafen, dass ich weiter vorne war und damit im Ranking besser.

Aber alles in allem kann ich zufrieden sein. Zeitgleich mit der Siegerin im Ziel und natürlich auch ein ausgefahrener Weltcup sind schon klasse! Die Plätze weiter vorne kommen noch...oder auch nicht :-).

Ach ja...unsere bescheidene Fahrzeit von 3:30h für 138,9km....also 40km/h Schnitt darf ich euch auch nicht verschweigen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 14. Mai 2010 um 10:46 Uhr
 

Partner

No images

Wer ist Online?

Wir haben 2 Gäste online